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Wie ich den ganzen Winter nur mit Handgepäck unterwegs bin – und dennoch magische Klamottenfülle genieße

Menschen sind oft erstaunt über meine Lebensweise. Am meisten verwundert sind sie, wenn sie mein Gepäck sehen: meine Gitarre, meine Handtasche, mein Handgepäck-Rucksack.

Seit fast zwei Jahre bin ich nun schon sommers wie winters mit leichtem Gepäck unterwegs. Fast alles was ich besitze, steckt in meinem fabulösen Handgepäck-Rucksack.

Bevor ich unerwartet wohnungslose Nomadin wurde, habe ich meinerseits Menschen bestaunt, die mit so leichten Gepäck unterwegs sind. Ausgiebig habe ich Reisebloggerin Conny bewundert, für die das Leben aus dem Handgepäck-Rucksack die ultimative Freiheit ist.

Doch Conny hat gut reden. Sie ist in der glücklichen Lage, unsere im Winter doch sehr kalten und unerfreulichen Breiten zu meiden. Ein Sommerkind. Ja, die meiste Zeit in Shorts, T-Shirts und FlipFlops herum zu laufen und nicht viel zu brauchen, das konnte ich mir schon vorstellen.

Doch im Winter mit leichten Gepäck unterwegs? Geht das überhaupt? Und wird das mit den Klamotten nicht furchtbar öde, weil man immer wieder dasselbe anziehen muss?

Doch, doch. Das geht. Man muss es nur geschickt anstellen.

Ich habe in den letzten Jahren viel gelernt, und das möchte ich nun weiter geben.

Der Rucksack meines Lebens

Meistens bin ich zufrieden mit meinen Besitztümern. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir etwas wesentliches fehlt. 

Mit manchen Dingen bin ich äußerst zufrieden.

Zum Beispiel mit meinem Rucksack selbst. Es ist der wunderbarste Rucksack, den ich jemals besessen habe. Ich liebe ihn! Seit über 2 Jahren ist er mein allertreuester Begleiter. Er hält allem stand. Sogar, dass ich ihn manchmal völlig übertrieben vollstopfe.

Es ist ein magischer Rucksack, in den mehr reinpasst, als man von außen vermuten würde.

Denn: Die große Rucksack-Liebe meines Lebens ist gar nicht mal so groß. Der Süße hat Handgepäck-Format. Theoretisch könnte ich damit jederzeit in den Flieger steigen, ohne Gepäck aufgeben zu müssen. Theoretisch. Wäre da nicht noch meine Gitarre. Ich hoffe ja inbrünstig, dass die Nomaden-Gitarre endlich auf de Markt kommt. Kein Witz, der Prototyp existiert schon.

Trotz Gitarre -oder besser gesagt, gerade auch mit!- reist es sich viel angenehmer mit Handgepäck-Rucksack. Aber so was von. Ich bin dankbar um jedes Teil weniger, das ich schleppen muss. Ich bin dankbar, dass ich kein Monstrum von Rucksack auf meinen Rücken schnallen muss. Einiges an Anecken im wahrsten Sinne des Wortes bleibt mir dadurch erspart 🙂

Er ist nicht gerade groß, mein Süßer

Auch meine Reisen mit dem grünen Fernbus sind leichter geworden. Früher, wenn ich mit meiner Reisetasche einsteigen wollte, hieß es: „Halt! Viel zu groß, das ist kein Handgepäck! In den Kofferraum damit.“ Ja, muss denn das sein? Und dann am Ende der Reise warten, bis der Ansturm auf das Gepäck abgeklungen ist. Oder sich ins Gewühl stürzen. Kurioser Weise hatte die Reisetasche wesentlich weniger Stauraum als mein Rucksack jetzt.

Heute nicke ich dem Busfahrer freundlich zu, während ich entspannt und ungehindert einsteige. Der Rucksack auf meinem Rücken scheint für ihn unsichtbar zu sein.

Pssst, nicht weitersagen: auf diese Weise spare ich mir meistens auch einen Preisaufschlag für Zusatz-Gepäck. Aber behaltet das bitte wirklich für euch. Nicht, dass die Leute vom grünen Fernbus davon Wind bekommen und uns Abenteurer und Reisende in Zukunft schärfer kontrollieren.

Vielleicht sind sie aber auch einfach nur freundlich. Ich habe ohnehin die Vermutung, dass die meisten Menschen im Grunde genommen freundlich sind, wenn man sie nicht zu sehr ärgert.

Mein Rucksack verbindet die Vorzüge eines Koffers mit den Vorzügen eines Rucksacks: Man kann ihn entspannt auf dem Rücken tragen bei Expeditionen durch Wald, Wildnis und Großstadt-Dschungel.

Aber anders als herkömmliche Rucksäcke, kann man ihn aufklappen wie einen Koffer. Das bedeutet: kein ungeordnetes Hineinstopfen von Dingen, kein endloses Suchen. Statt dessen hat man alle seine Besitztümer schön geordnet vor sich. Also, man muss sie natürlich vorher geordnet reinlegen.

So mag ich das: Alles auf einen Blick

Ja wie, und damit soll man jetzt durch den Winter kommen? Sich noch nicht mal zu Tode langweilen, weil man immer die selben Klamotten anziehen muss?

Zwei wichtige Prinzipien helfen im Winter:

  1. Das Zwiebelschalenprinzip ist unbedingt zu beachten. Viele dünne Teile statt ein dickes – das hält wärmer und macht wesentlich mehr Vielseitigkeit möglich.
  2. Wenn es darum geht, mein gesamtes Gepäck von A nach B zu bringen, dann ziehe ich meine voluminösesten Kleidungsstücke an. Und davon so viele wie möglich. Also meinen dicksten Pulli mit meinem größten Schal, dazu mehrere Hosen und so weiter… Sollte mir zu warm sein, kann ich im Fernbus immer noch Sachen ausziehen und als gemütliches Kissen verwenden. Zu kalt angezogen wäre aber sehr doof.

P.S.: Für alle, die sich näher für meinen Rucksack interessieren: es handelt sich um den Osprey Farpoint 40. Ich hatte mich bewusst für eine Firma entschieden, die seit Jahrzehnten Erfahrung in der Herstellung hochqualitativer Rucksäcke hat. Was hilft mir ein Billig-Rucksack, wenn der nach einem halben Jahr auseinander fällt?

Und nun verrate ich euch, was ich in meinen Rucksack packe. Ehrlich, offen, unzensiert 😉

Wieviele Paar Schuhe braucht der Mensch zum Glücklichensein ?

Ok, Schuhfetischistinnen und -fetischisten aus aller Welt. Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein! Am besten die Ohren zuhalten.

Jetzt kommst´s: Also, meiner Meinung nach ist ein Paar Lieblingsschuhe für Spät-Herbst bis Früh-Frühling völlig ausreichend. Den Sommer über dann am liebsten in freier Natur barfuß durchs Leben gehen. Freiheit! Auch für Füße!

Wie ich finde, sind meine veganen DocMartens die perfekten Schuhe für jede Jahreszeit und jeden Anlass. Sie passen immer, egal ob es elegant oder eigenwillig sein soll. Ob in der Wildnis oder im Großstadtdschungel: sie lassen mich nie im Stich.

Zweifelsfrei: das perfekte Paar Schuhe

Ich liebe es, sie mit Miniröcken und Kleidern zu kombinieren. Das scheint mir ein passender Ausdruck meiner selbst zu sein: Gerne feminin, aber wenn es drauf ankommt, Kriegerin.

Eigentlich habe ich nicht das Gefühl, nur ein Paar Schuhe zu besitzen.

Das Geheimnis: Stulpen. Die nehmen super wenig Platz im Rucksack ein. Sie zaubern aus meinem einem Paar Schuhe viele Paar Schuhe. 

Das graue bzw. das rote Paar Stulpen lässt sich von beiden Seiten tragen für unterschiedliche Farben. Sozusagen zwei Paar Stulpen in einem Paar vereint. Noch mehr magische Fülle im Handgepäck-Rucksack.

Die schwarzen Kunstfell-Stulpen unten im Bild lassen sich ebenfalls auch auf links tragen, um unterschiedliche Effekte zu erreichen. Sie sind perfekt, um meine Schuhe in warme Winterstiefelchen zu verwandeln. Dazu noch isolierende Einlegesohlen und der Winter kann kommen.

Es müssen nicht immer Stulpen sein: auch mit Socken kann man schöne Effekte erreichen.

Die folgenden Fotos passen leider nicht zu den Stulpen oben; sorry, ich hatte leider verpasst, zur rechten Zeit genügend Fotos zu machen.

Sie veranschaulichen jedoch das Prinzip: auch im kleinsten Rucksack ist Platz für magische Klamottenfülle.

Doch es kann nicht immer Winter sein und ich bin auch im Hochsommer manchmal in der Großstadt unterwegs.

Ein Paar Sommerschuhe muss her.

Voila. Im Sommer sind sie meine leichten Sommerschlappen, im Herbst wasche ich sie dann liebevoll von Hand. Das ist dann ihre offizielle Weihung zu Winter-Hausschlappen.

Auch hier lässt sich wieder grenzenlos mit Stulpen und Socken spielen.

Ach, Du frohe Socke!

Wer sagt, dass Socken immer einfarbig und alle gleich sein müssen? Technisch gesehen brauche ich sieben Paar Socken, eins für jeden Wochentag. Ich strebe eine ausgewogene Mischung von seriösen Alltagssocken und fröhlichen Feiertagssocken an. Jeder Tag kann ein Feiertag sein!

Und schon gibt es wieder mehr Fülle im magischen Rucksack:

 

 … und so weiter…

Nun, da ihr meine Socken kennengelernt habt, ist der feierliche Zeitpunkt gekommen, das ich euch meine Unterhosensammlung präsentiere!

Marcella.berlin proudly presents:

Stolz vor allem deshalb, weil sie allesamt Bio sind. Trotz äußerster Geldknappheit war mir das wichtig. Mal wieder der Beweis, dass Bio und schick sich nicht gegenseitig ausschließen müssen.

Ich habe die bunten Unterhosen auf einem Markt in Berlin gefunden, nach monatelanger verzweifelter Suche. Die handelsüblichen Unterhosen entsprechen einfach nicht meinem Geschmack. Die allgegenwärtigen Schleifchen vorne drauf sind der totale Abtörn für mich.

Ich habe die Unterhosen auch online gefunden: https://www.berlin-underwear.com

Sie sind alle handgefertigte Einzelstücke.

BH´s mag ich weniger. Meine Brüste sind wie ich: sie mögen einfach keinerlei Einengung. Freiheit, auch für Brüste…!

Ausnahme: wenn ich Sport mache oder Tanzen gehe. Deshalb ist ein Sport-BH mit im Gepäck. Und natürlich ein Bikini, für alle Fälle.

 

Für die Zukunft? Nur noch Lieblingsklamotten!

Ok, nachdem wir das Thema Socken und Unterhosen so aussgiebig behandelt haben, nun zu meinen sonstigen Klamotten. 

Ich bin leider auf dieser Ebene nicht so zufrieden.

Ich habe viele Klamotten geschenkt bzw weitergereicht bekommen.

Das ist auf der einen Seite sehr erfreulich. Ich weiß dass sehr zu schätzen, weil ich ansonsten nichts zum Anziehen gehabt hätte.

Auf der andereren Seite: Knapp daneben ist auch vorbei! Viele Klamotten, die meine Körpergröße bzw. meinen Stil nicht ganz treffen zusammen kombiniert – das ist dann völlig daneben.

Die Jacke von meinem Exfreund, der in mir gerne die sexy Sportmaus gesehen hätte. Kombiniert mit der Hose einer wohlwollenden Freundin, die das verträumte Hippiemädchen in mir sieht. Kombiniert mit meinem eleganten Lieblingsschal. Ahhh, das Grauen…

Und schon haben sich Kombinationsmöglichkeiten aus der Rucksack-Garderobe verringert. Und mit jedem Teil, das knapp daneben ist, verschlechtert sich die Situation drastisch. Dann stehe ich da wie die Standard-Frau vor ihrem eigentlich vollen Kleiderschrank: „Hiiilfe, ich habe nichts zum Anziehen!“

Kann schon sein, dass in mir auch ein bisschen Sportmaus und Hippiemädchen steckt. Aber halt nicht so sehr, dass ich das unbedingt zum Ausdruck bringen möchte. Und ich möchte, dass mein Lieblingsschal zu allen meinen Sachen tragbar ist, nicht nur zu einem einzigen anderen Teil.

In der Folge all dessen habe ich meine Lieblingsklamotten exzessiv getragen, ja im Endeffekt abgetragen. So hat sich die Unzufriedenheit noch mehr gesteigert.

Für 2018 habe ich mir vorgenommen, mehr Geld mit Straßenmusik zu verdienen und mir damit die perfekte Nomaden-Garderobe aufzubauen.

Das Ziel ist eine sogenannte Capsule-Wardrobe, die derzeit begeistert auf diversen Blogs, YouTube und Co diskutiert wird.

Dabei geht es darum, sich eine kleine, aber feine Garderobe nur aus Lieblingsteilen aufzubauen, die sich im Idealfall alle miteinander kombinieren lassen. Wenig Sachen, viele Möglichkeiten! Ein Konzept, dass mich durchaus überzeugt.

Die 3 wichtigsten Erkenntnisse der wohlgekleideten Nomadin

  1. Nur noch Lieblingsklamotten! Ganz ok ist nicht genug. In Zukunft lasse ich nur noch Sachen, die zu 100 Prozent stimmig sind in meinen Rucksack. Es muss wirklich alles passen. Nicht zu eng, nicht zu weit. Der Stoff muss sich richtig gut anfühlen. Es muss farblich und stilistisch zu allen Sachen passen, die ich schon besitze.
  2. Qualität ist sooo wichtig! Der schlimmste Fehler, wenn man wenig Geld hat? Sparen! Am falschen Ende. Was habe geflucht über die Tanktops eines schicken Billiglabels, die nach wenigen Wochen eingeschrumpft und ausgebleicht waren. Genauso gut kann man einen Geldschein nehmen und verbrennen! Gute Qualität schont sowohl Geldbeutel, Nerven als auch die Umwelt. Im Zweifelsfalle lieber zu Second Hand greifen. Oder ein bisschen länger auf die Lieblingsteile sparen.
  3. Pflegeleicht muss sein! Meine Erfahrung mit Handwäsche-Klamotten: entweder ich ziehe sie fast nie an, um die Unannehmlichkeit von Handwäsche auf Reisen zu vermeiden. Oder ich wasche sie doch in der Waschmaschine (im Handwäscheprogramm) und ruiniere sie damit früher oder später. Beides ziemlich unbefriedigend. Solche Teile werde ich also in Zukunft konsequent meiden, auch wenns schwer fällt. Ein weiterer wichtiger Aspekt: wie schnell trocknen die Sachen? Die optimale Nomadenklamotte sollte spätestens über Nacht wieder trocken sein. So kann ich noch mal Wäsche waschen, bevor ich wieder ins Ungewisse ziehe.

Nachdem ich jetzt klargestellt habe, dass es sich im Folgenden  nicht um meine optimale Garderobe handelt, zeige ich sie euch. Damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, was alles benötigt wird und reinpasst.

Bereits vorgestellt:

1 Paar Doc Martens, 1 Paar Hausschlappen

7 Unterhosen, 1 Sport-BH und 1 Bikini

4 Paar Stulpen

Ausserdem: 

1 dicke, dunkelblaue Winterjacke

und

1 weiße Flauschejacke für drinnen bzw. an wärmeren  Tagen auch für draußen.

 

 

 Ein schwarzer Blazer mit Nadelstreifen.

Das Jacket in guten Zustand zu halten, war eine Herausforderung. Es kam immer gleich auf einen Kleiderbügel, wenn ich an einen neuen Ort kam.

 

 

 

 Zwei schöne Pullis, die ich beide geschenkt bekommen habe. Beiden tat das viele gewaschen werden gar nicht gut. So sah ich mich gezwungen, die wieder weiterzugeben, bevor ich sie völlig ruiniere.

 

Packtechnisch war das auch schon an der Obergrenze. Einen Pulli habe ich auf Reisen angezogen, einen weiteren um die Hüfte geschlungen und die Flauschejacke noch irgendwie in die Gitarrenhülle dazu gequetscht. Eigentlich sind ein dicker Pulli und eine Flauschejacke die Obergrenze. Ansonsten lieber viele dünne Teile zum Kombinieren.

 Genau, so was. Dünne Pullis bzw. Jäckchen, die aber mit vereinten Kräften schön warm halten.

Langfristig würde ich Jäckchen den Vorzug geben, die sind einfach praktisch – schnell an und wieder ausgezogen.

 

Noch mehr dünne Oberteile. Echt erstaunlich, wie viel in den kleinen Rucksack passt.

Das war aber definitiv ein schwarzes Teil zu viel.

Weiss hat sich auch als zu unpraktisch herausgestellt – bekommt schnell Flecken, die dann schwierig wieder rausgehen. Problematisch auch beim Waschen, wenn es das einzig weisse Teil ist. Bleibt dann nicht lange weiss…

Noch ein langärmeliges T-Shirt..

und ein normales T-Shirt.

Irgendwo ist auch noch ein schwarzes T-Shirt versteckt, aber das scheint kamerascheu zu sein.

 

 

Langärmelige und kurzärmelige T-Shirts lassen sich prima kombinieren! Das fördert die Klamotten-Fülle.

Der mathematische Beweis:

2 kurzärmelige T-Shirts x 2 langärmelige = 4 neue Möglichkeiten.

Bei jeweils 3 T-Shirts wären wir schon bei 9 Möglichkeiten.

Bei 4 T-Shirts sind es 16 Möglichkeiten! Und die Dinger nehmen wirklich sehr wenig Platz ein…

Das funktioniert aber wirklich nur, wenn die Teile auch zusammen gut ausschauen. Daran erkennt man wieder, wie wichtig es ist, dass möglichst alles zu allem passt.

Wenig Platz braucht auch das ein oder andere Tank Top.

 

 

 

Skinny-Jeans mag ich schon allein deshalb, weil sie aus wenig Stoff bestehen und dadurch mehr davon in meinen Rucksack passen.

Sie müssen auf jeden Fall strechig sein. Sonst viel zu ungemütlich!

Die Fake-Leder-Skinny rechts ist rattenscharf. Doch leider habe ich sie wegen Handwäsche viel zu selten getragen. Sie wurde aussortiert.

Eine dünne Kofferhose (d.h. bügelfrei).

Und eine schwarze Kuschel-, Jogging – und Tanzhose.

 

 

Halten  warm: 1 Strumpfhose und 2 Thermolegins.

Die Loggins waren definiv ein Fehlkauf. Zu eng und dann auch noch Nähte. Einen ganzen Winter lang.  Nie wieder Leggins mit Nähten!

Nur mit Skinny durch den Winter? An kalten Tagen sieht das dann so aus: Thermoleggins plus dickste Skinny plus Kofferhose. Ja, geht.

Für ein Kleid und den ein oder anderen Minirock ist definitiv in jeder Nomadinnen-Garderobe Platz!

Das Kleid ist super vielfältig, davon später noch mehr.

Miniröcke nehmen extrem wenig Platz weg und lassen sich vielfältig kombinieren, zu Strumpfhosen, Leggins, Skinny, … und sie passen prima zu meinen DocMartens.

Der graue Minirock ist zugleich auch als Nierenwärmer einsetzbar. Sehr praktisch im Winter.

 Last not least: Mützen, Schals und Handschuhe.

Auch hier gilt wieder: die nehmen extrem wenig Platz ein und steigern die Vielfalt ungemein! 3 Mützen x 3 Schals = 9 Kombinationsmöglichkeiten…

 

 Aehm, ja.

Die Funktionsweise diesen Teils würde den Artikel sprengen. Nur soviel: es handelt sich um ein extrem geniales Teil, welches meine Schwester liebevoll von Hand für mich genäht hat. Es lässt sich auf mindestens 4 verschiedene Arten tragen und vielseitig kombinieren. Das beweist mal wieder: die besten Dinge kann man nicht kaufen.

Was ist sonst noch in meinem Rucksack…?

Ich habe herausgefunden, dass es viel praktischer ist, zwei Mini-Kulturbeutel zu haben, als einen großen. In diesem hier habe ich alles, was ich seltener brauche. (Der Alltags-Mini-Kulturbeutel ist in meiner Handtasche.)

 

In diesem hier sind enthalten: Haargummi, Minimalistisches Make Up (Lippenstift, Eyeliner inkl. Spitzer, Rosenparfüm, Wimperntusche), Pinzette, Minimalistischer Schmuck (Armband, Perlenohrstecker, Ringe), und Rasierklingen.

Nicht im Bild: ein sogenannter „Mooncup“: Er erspart mir, Monat für Monat Tampons kaufen zu müssen. Sehr praktisch. (Davon später noch genaueres).

Und die Rasierklingen…? Einige Minimalisten lassen sich die Haare an diversen Körperstellen einfach wachsen. Finde ich jetzt nicht weiter tragisch. Für mich ist das aber nichts. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich geschickt genug bin, dass ich mich auch ohne die Stiele (Griffe) rasieren kann. Also nur mit den Klingen. Wieder ein bisschen mehr Platz im Rucksack / weniger Müll verursacht / Geld gespart.

Im Vorderfach mit dabei: Laptop und Ladegerät, Reisepass in schöner Hülle.

 

 

 

 

Für die Gesundheit: rohe Kakaonibs, Kokosöl für alle Fälle, Matchatee, anderer Tee und Ringana-Nahrungsergänzung (Pack B und D-tox).

 

In der Vordertasche: Dr. Bronners Magic Soup, Mini-Nagellack plus Entferner (habe ich aussortiert), Hornhautfeile (ja, ein bisschen Körperpflege muss schon sein), zwei Armreifen, Tuch für den Laptopbildschirm und Mini-Reisehandtuch.

Klare Kaufempfehlung für Nomaden und Nomadinnen: 

Dr Bronners Magic Soap: vegan, bio und Fair Trade. Es handelt sich um ein Konzentrat. Das heisst: 1-2 Tropfen aufschäumen, Haare waschen, ggf. wiederholen. Mit nur 60 ml komme ich einen Monat aus. Dr Bronners eignet sich auch als Duschgel, für den Abwasch, zum Wäschewaschen… Eigentlich wollte ich bei Amazon das Kennenlernset mit 8 verschiedenen Duftrichtungen kaufen, um herauszufinden, welche ich am liebsten mag. Dann ist mir in einem Globetrotter-Laden die mit Rosenduft über den Weg gelaufen. Darauf bin ich dann hängen geblieben.

Mooncup: Super für die reisende Nomadin. Es ist praktisch, nicht immer Tampons einkaufen zu müssen. Die Umwelt freut sich auch über weniger Müll. So etwas gibt es schon um die 20 Euro. Es lohnt sich schnell, da die Menstruationstasse bei guter Pflege bis zu 10 Jahre halten kann. Nicht alle Frauen kommen damit klar. Ich bin vor ein paar Jahren eingestiegen und habe es nie bereut.

Mini-Reisehandtuch: Fast überall wo ich bin, gibt es Handtücher. Und wenn nicht, bin ich sehr froh über mein kleines Mikrofaser-Handtuch. Es hat zusammengeknüllt etwa die Größe einer Kiwi. Innerhalb kürzester Zeit ist es wieder trocken. Trick 17: Wenn ich das überschüssige Wasser vorher mit der Hand vom Körper streife, reicht das Handtuch für die Dusche zwischendurch.

 

Matcha-Tee: Warum ich immer ein Päckchen dabei habe, darüber habe ich schon einen Artikel geschrieben. Er hilft bei herannahenden Erkältungen, Stimmungstiefs und Energielosigkeit. Auch erhältlich auf Ringana.com

 

Abschließende Tipps für mehr Vielseitigkeit

Für die Nomaden-Garderobe ist es wichtig, ein paar wirklich vielseitig Kleidungsstücke dabei zu haben. Außerdem steigern ein paar Schals, Mützen und anderere Kopfbedeckungen die Möglichkeiten sehr, ohne viel Platz einzunehmen. Gerade Schals finde ich toll, die bieten ja auch immer verschiedene Möglichkeiten, sie zu tragen!

bisschen langweilig…

 

 

 

 

 

 T-Shirt rausgucken lassen und schon wird es spannender…

 

 

 

 

 

Jetzt kommen die Schals in Spiel!

Diese tolle Mütze habe ich für 1 Euro auf dem Flohmarkt erstanden.

So, dass wars für heute. Ich hoffe ich konnte aufzeigen, dass auch im kleinsten Rucksack Platz ist für magische Klamotten-Fülle.

Kommentare wie immer hocherwünscht!

P.S. : Gute Blogs zum Thema Capsule Wardrobe / Minimalistische Garderobe: 

https://anuschkarees.com (Englisch)

http://mygreencloset.com (Englisch)

Herbst & Winter Capsule Wardrobe 2017 / 2018

Schöne Videos zum Gucken: 

12 Comments

  1. Du bist der Kracher meine Liebe! Habe wirklich tolles grad gelernt von dir! Werd mal einiges ausprobieren, nun komplett im Dezember in mein mobiles Tiny House ziehend will ich auch rauswerfen und nur noch Lieblingsteile haben! Nicht immer leicht sich zu trennen wenn des unhilfreich volle Hirn immer suggeriert was man irgendwann noch brauchen könnte. Jupp! Bin auch eine Verfechterin von lightway travel nicht nur in andere Länder, sondern auch durchs ganze Leben geworden… Es darf noch viel mehr (Materie) Ballast gehen und Lebensqualität kommen! Super Sister. Bin mit dir! Bis baldo wieder…

    Annakee

    • Liebe Annakee! Das freut mich sehr 🙂 Ja, das kennen wir doch alle, der Gedanke, „Das könnte ich noch mal brauchen“… Es liegt daran, dass unser Gehirn auf Überleben programmiert ist und angstvoll an allem festhält… Ich versuche, statt auf Dinge eher auf meine Fähigkeit zu vertrauen, Situationen zu meistern, wenn sie auftreten. Wenn. 99% von dem was wir uns ausmalen passiert ja nie. Warum dann hamstern und sich sorgen…? Mit jeder schwierigen Situation ist mein Vertrauen in diese Fähigkeit gewachsen. Wir brauchen nur begrenzt Dinge. Wir brauchen vor allem uns selbst. Herzlichen Dank für Deinen Beitrag und vielleicht erschaffst du ja auch mal einen Blog – über das Leben im Tiny House. Sooo vielen Menschen, die sich derzeit in Wohn-Haft befinden würde das inspirieren und Hoffnung auf ein anderes, freieres Leben geben.

      • Ok… werd ich machen… haben schon etliche gesagt. dann geh ich dem Wink mal nach…

        • Ja, mach das. Ich denke, da ist viel Potential drin. Natürlich auf eine Art und Weise, die Dir Spaß macht und Dir entspricht. Vielleicht bist Du mehr so der Typ für einen Videoblog oder so…

  2. Mit dem ..was du alles aus deinem Rucksack zauberst
    ….bist du eine Edelnomandin…schön wie du schreibst…ich liebe deine Art ! Schriftlich wie persönlich!

  3. Liebe Marcella, sei von Herzen bedankt für Dein Teilen. Habe mir die Lins gespeichert. Du hast mir aus dem Herzen gesprochen und mich bereichert. Sei liebevoll umarmt. Herzlichst Kathrin

    • Liebe Kathrin! Vielen Dank, das freut mich. Eine Herzensumarmung zurück von Marcella <3

  4. Hallo liebe Marcella,

    wow, vielen Dank für deinen ausführlichen Einblick in deinen minimalistischen Kleiderschrank aka Rucksack! B-)
    Und total gut zusammen gefasst: „Knapp daneben ist auch vorbei! Viele Klamotten, die meine Körpergröße bzw. meinen Stil nicht ganz treffen zusammen kombiniert – das ist dann völlig daneben.“ „Und mit jedem Teil, das knapp daneben ist, verschlechtert sich die Situation drastisch. Dann stehe ich da wie die Standard-Frau vor ihrem eigentlich vollen Kleiderschrank: „Hiiilfe, ich habe nichts zum Anziehen!““
    Genauso! :/
    Ich bin sehr gespannt auf deine Garderobe in 2018 und hoffe, dass du weiterhin darüber berichten wirst!
    Vielen lieben Dank für deine Linkempfehlung! <3

    Ganz herzliche Grüße und eine schöne Weihnachtszeit für dich!
    Sunray

    • Liebe Sunday,

      gerne empfehle ich gute Blogs weiter 😉 Das Vorstellung-Video über Deine Handtasche hatte mich total beeindruckt. Wow, soviel Klarheit! Da kann ich mir noch ne Scheibe abschneiden. Aber das ist ja das Schöne am Minimalismus, dass es kein Wettbewerb ist, sondern ein Weg. Und jeder entscheidet für sich, wie weit und wie schnell er gehen möchte. Auf jeden Fall werde ich weiter berichtet, zumindest ist das der Plan! Herzallerliebste Weihnachtsgrüße zurück & viel Erfolg weiterhin für Deinen Blog, Marcella

  5. Die meisten deiner Sachen kannte ich ja schon vom Wäscheständer, aber trotzdem lieben Dank für den Artikel – sehr süß und inspirierend!
    Ich hätte große Lust, eine Capsule Wardrobe zu „bauen“. Auf mehrwöchigen Reisen ist mir das auch schon ansatzweise gelungen… Ich glaube ich werde dich irgendwann mal bitten müssen, mit mir meinen Kleiderschrank durchzugehen 😉
    Groetjes & kusjes!

    • Liebe Anka! Ja, sehr gerne! Vielleicht klappt es ja im Februar mit dem House-Sitting, dann hätten wir ein bisschen gemeinsame Zeit. Der wichtigste Schritt Richtung Capsule Wardrobe ist, alles auszusortieren, was keine Lieblingsklamotten sind. Auch wenn es ein furchterregender Schritt sein kann. Liebste Grüße an Dich und die Miezen…

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